EIP-Agri  ·  Land Brandenburg  ·  2026–2028

Düngen mit Weitblick
statt mit Bauchgefühl.

Stickstoffdüngung ist entscheidend für gute Erträge, aber die Wetterbedingungen der kommenden Wochen kennt niemand im Voraus. DÜNGEcht entwickelt ein digitales Entscheidungshilfetool, das Landwirt:innen in Brandenburg dabei unterstützt, Zeitpunkt und Menge der Stickstoffdüngung während der Vegetationsperiode besser zu planen.

Datum derPrognose mögliches Wetter Empfehlung
Ensemble-Wettervorhersagen × Pflanzenmodell → Düngeempfehlung mit Bandbreite
Laufzeit
03/2026 – 12/2028
Leadpartner
ZALF e.V.
Region
MOL & LOS, Brandenburg
Förderung
EIP-Agri
01 — Das Problem

Zu wenig Regen, zu wenig Boden, zu viel Unsicherheit.

Brandenburg zählt zu den trockensten Regionen Deutschlands. Landwirt:innen müssen entscheiden, wie viel Stickstoff sie ausbringen, ohne zu wissen, wie viel Regen in den kommenden Wochen fällt — zu wenig kostet Ertrag, zu viel kostet Geld und schadet dem Grundwasser.

Fernerkundung hilft bereits, die Düngung an räumliche Unterschiede im Feld anzupassen. Was fehlt: eine verlässliche Einbeziehung der Wetterunsicherheit selbst.

500 mm
durchschnittlicher Jahresniederschlag — eine der trockensten Regionen Deutschlands
⅔
der Ackerflächen bestehen aus sandigen, wasserarmen Böden

Quelle: LfU Brandenburg – Boden und Klimawandel

02 — Die Idee

Drei Datenquellen, eine Empfehlung.

DÜNGEcht führt zusammen, was bisher getrennt betrachtet wurde — und übersetzt es in eine konkrete, umsetzbare Empfehlung für den nächsten Düngetermin.

Satellit

Fernerkundung

Zeigt den aktuellen Zustand der Pflanzen im Feld, mit räumlicher Auflösung.

+
SIMPLACE

Pflanzenmodell

Simuliert Stickstoffdynamik.

+
ECMWF / DWD

Wettervorhersage

Liefert eine Bandbreite möglicher Wetterverläufe statt einer einzelnen Prognose.

↓
Ergebnis

Erwartete Ertragsspanne, Stickstoffverlust und Empfehlung zu Zeitpunkt & Menge — angepasst an das Risikoempfinden der Landwirt:in.

03 — Wie wir arbeiten

Gemeinsam entwickelt mit Landwirt:innen aus der Region.

Von der ersten Konzeptversion bis zum praxiserprobten Werkzeug: DÜNGEcht wird in einem iterativen Co-Design-Prozess mit den beteiligten Betrieben entwickelt, getestet und verfeinert — sechs Arbeitspakete, ein gemeinsames Ziel.

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