Aktuelles

Neuigkeiten aus dem Projekt.

Hier berichten wir laufend über Fortschritte, Veranstaltungen und Ergebnisse aus DÜNGEcht — von Feldtagen und Workshops bis zu Meilensteinen der App-Entwicklung.

11. März 2026 — Kick-off

OG-Partner treffen sich in Müncheberg zum Kick-off-Meeting

Am 11. März 2026 fiel am ZALF in Müncheberg der offizielle Startschuss für das EIP-Agri-Projekt „DÜNGEcht". Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Softwareentwicklung und der landwirtschaftlichen Praxis arbeitet das ZALF in den kommenden drei Jahren an einem innovativen, digitalen Entscheidungshilfesystem für die Stickstoffdüngung.

Wissenschaftlich begleitet und koordiniert wird das Projekt von Kolleginnen der ZALF-Arbeitsgruppe „Cropping Systems Analysis": Heidi Webber, Ines Tougma und Iqra Nowshari.

Im Fokus stehen die Herausforderungen der Landwirte im Osten Brandenburgs: Unvorhersehbare Wetterereignisse wie Dürre oder Starkregen machen die präzise Düngung von Kulturen wie Winterweizen, Roggen und Gerste zunehmend schwierig. Fehlende Planungssicherheit führt oft zu Ertragseinbußen, Qualitätsschwankungen oder unnötigen Nährstoffverlusten.

Hier setzt „DÜNGEcht" an. Das Ziel ist die Entwicklung eines probabilistischen Tools, das Pflanzenmodelle mit Echtzeit-Wetterprognosen und Preisdaten verknüpft. Das Besondere: Die Software wird im „Co-Design" entwickelt; einem partizipativen Ansatz, bei dem die späteren Anwender von Beginn an als gleichberechtigte Experten in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. Bereits beim Kick-off diskutierten die Praxispartner intensiv über ihre Anforderungen. Für alle Projektpartner von „DÜNGEcht" ist es entscheidend, dass das Tool keine bloße Theorie bleibt, sondern direkt an vorhandene Precision-Farming-Systeme anknüpft, um so einen messbaren ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Mehrwert in der Praxis zu schaffen.

Das Kick-off-Meeting diente dazu, die technischen und administrativen Grundlagen für die Zusammenarbeit zu legen. Neben der wissenschaftlichen Modellierung durch die Universität Bonn und der technischen Umsetzung durch die Agentur Flynet bilden die regionalen Betriebe (Landfarm Hohenstein, Agrodienste Reichenberg sowie Unternehmensberatung Agrar Paul Klemke) das Rückgrat des Projekts. Sie liefern nicht nur betriebliche Daten, sondern testen den Prototyp unter Realbedingungen auf dem Feld. Dieses erfolgreiche erste Treffen markiert den Beginn einer engen Innovationspartnerschaft, die durch den lebendigen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis getragen wird.

Zur Meldung auf zalf.de →

Weitere Updates folgen in Kürze — etwa aus Co-Design-Workshops mit den beteiligten Landwirt:innen und von Feldtagen in der Region.